CALLEJON

„Metalband“ beschreibt das, was Callejon sind, eigentlich nur sehr unzureichend, auch wenn es an sich nicht falsch ist. Doch glücklicherweise sind Callejon noch sehr viel mehr als das, wie sie im Laufe ihrer nun gut achtzehnjährigen Bandgeschichte mehr als nur einmal bewiesen haben.

2002 als metallisch-verklärter Jugendtraum von Sänger Bastibasti und Gitarrist Bernhard „Action“ Horn gegründet, sind sie heute als eine der ersten und wichtigsten deutschsprachigen Bands ihres Genres jedem ein Begriff, der sich auch nur entfernt mit Metal aus Deutschland befasst. Dabei sind es nicht in erster Linie die beachtlichen Meilensteine auf ihrem Weg, die Callejon so besonders machen. Auch wenn sich die Entwicklung aus dem absoluten DIY-Underground, als man in jedem Rattenloch ein Konzert gespielt hat, über die ersten ausverkauften Shows, hin zu unzähligen Festivalauftritten, Tourneen und Supportslots für internationale Größen wie Papa Roach und Bullet For My Valentine wie ein kometenhafter Aufstieg liest.

Auch wenn Callejon heute, anstatt selbstgebrannte Demo-CDs auf Mini-Clubshows zu verkaufen, sechs aufeinanderfolgende Platten in den Top Ten der deutschen Albumcharts verzeichnen können und im Major-Musikbusiness angekommen sind. Auch dann ist nicht zu Ende erzählt, was diese Band im Kern ausmacht, denn das ist die Leidenschaft, mit der Callejon tun, was sie tun. Es ist die Macht der unmittelbaren Emotion, mit der sie ihren brachialen Sound erfüllen. Es ist die Magie der Geschichten, die sie in ihren Songs erzählen, und der Welten, die sie darin erschaffen. Es ist das Verständnis ihres Werks – nicht bloß als Songs, sondern als Gesamtkunstwerk, in dem Klang und Bild, Musik und Erzählung, Sound und Text gemeinsam ihre Wirkmacht entfalten. Es ist diese Gewaltigkeit, die Callejon so einzigartig macht und die beinahe kultische Verehrung der Band bei ihren Anhängern begründet.

2022 veröffentlichen Callejon Eternia. Und damit nicht einfach nur ihr nächstes Release, sondern das zehnte Studioalbum, exakt im Jubiläumsjahr des zwanzigjährigen Bandbestehens. Dabei sind Callejon sich auf Eternia ihrer selbst so sehr bewusst wie nie zuvor. Das Album rückt  all die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der Band so offensichtlich in den Vordergrund, dass man schier nicht daran vorbeisehen kann: Von der wilden Begeisterung und Spielfreude des jugendlichen Leichtsinns, der die Unendlichkeit in einem einzigen Sommerabend findet, über die explodierende Wut ohnmächtiger Verzweiflung über die Beschränktheit der Welt, hin zur bittersüßen Sehnsucht, die weiß, dass die Ewigkeit sich nur in der Vergänglichkeit von allem erfüllt. Dementsprechend überwältigt einen die Vielschichtigkeit der Songs, die metallische Wucht gepaart mit dem markanten, Callejon-typischen Gespür für mächtige Refrains und charakteristische Melodieführung, die ungestüme Heftigkeit der Screamo-Ausbrüche, die anschwellende Kraft einer großen Power-Ballade, die kompromisslose Härte des Sounds und die bedingungslose Liebe zu jeder Sekunde Musik dieses Albums. Sänger, Frontmann und Kreativ-Mastermind BastiBasti ist bei Eternia nicht nur wieder für  Artwork, Designkonzept und Art Direction verantwortlich, sondern hat das Album, wie bereits beim Vorgänger Metropolis (mittlerweile das sechste Top-Ten-Album von Callejon hintereinander) als Produzent und Mischer mit einem unverkennbaren, satten, brutalen und dennoch hochdefinierten Metalsound ausgestattet. Als eindeutiges Coming-of-Age-Werk verweist der Albumtitel Eternia auf die Ursprünge der Band und ihrer bunten, comichaften Ästhetik, vor allem aber auf das Verständnis von Zeit und Endlichkeit an sich, auf die Wirkmacht und Unumkehrbarkeit des Wandels, auf eine Welt, die niemals wieder so sein wird wie zuvor. Als Soundtrack zum Untergang, an der Schwelle zum „Point of no Return“, am Rande des Abgrunds, gelingt Callejon eine der größten Errungenschaften, die Kunst überhaupt zustande bringen kann: Ein zeitloses Werk, etwas, das sich seiner Endlichkeit bewusst wird und sie dadurch überwindet – ein Vermächtnis.

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